Wertvolle Geschenkidee: Themen und Ideen für einen Brief zum Muttertag

Brief zum Muttertag

Ein Brief zum Muttertag ist eine schöne Geschenkidee, die wenig Aufwand macht, kaum etwas kostet und doch sehr wertvoll sein kann.

Nicht nur Kinder können der Mama zum Muttertag einen Brief oder eine nette Karte schreiben. Im Gegenteil: Diese Idee eignet sich genauso gut für jugendliche und erwachsene Töchter und Söhne.

Das Schöne: Ein Brief, der von Herzen kommt, macht doppelt Freude. Dem, der ihn bekommt (der Mama) und dem, der ihn schreibt (dem Kind). Bestsellerautor und Psychologe Richard Carlson gibt diesen Tipp in seinem Klassiker „100 Regeln für ein gutes Leben“ (oder: „Alles kein Problem!“):

„Schreiben Sie jede Woche einen Brief, der von Herzen kommt. Diese Übung hat schon das Leben vieler Menschen verändert, hat ihnen geholfen, ausgeglichener und liebevoller zu werden.“

Auch die Vertreter der Positiven Psychologie, die sich mit dem Entstehen von guten Gefühlen beschäftigt, sind von der Wirksamkeit dieser Strategie überzeugt. Wer jede Woche einen Brief schreibt, in dem er einem anderen Menschen gegenüber Dankbarkeit ausdrückt, wird sich bald deutlich glücklicher fühlen.

75% der Teilnehmer einer Studie zum Thema „Dankesbrief schreiben“ empfanden die Auswirkungen dieser Schreibübung so positiv, dass sie die neue Angewohnheit auch nach Abschluss des Experimentes beibehalten wollten.

Haben Sie Lust, diese Idee auszuprobieren? – Ganz leicht geht es mit unseren Tipps:

Themen und Ideen für einen Brief zum Muttertag

1) Familie und gemeinsame Erinnerungen

  • Denken Sie an Höhepunkte des gemeinsam verbrachten Lebens, z.B. besonders schöne Erlebnisse wie ein fröhliches Fest oder ein rundum gelungener Urlaubstag

  • Rufen Sie sich besondere Orte ins Gedächtnis, an denen Sie sich gemeinsam mit Ihrer Mutter sehr wohl gefühlt hat

  • Rufen Sie die Erinnerung an etwas wach, das Sie zusammen oder mit Hilfe Ihrer Mutter zum ersten Mal gemacht, gesehen oder besucht haben

  • Schreiben Sie über ein besonderes persönliches Erlebnis, das Sie zwar alleine erlebt haben, das aber erst durch die Anstrengungen Ihrer Mutter ermöglicht werden konnte

  • Sprechen Sie eine negative oder schwierige Erfahrung an, die Sie gemeinsam mit Ihrer Mutter gemeistert haben und zum Guten wenden konnten

2) Anerkennung und Wertschätzung ausdrücken

  • 10, 25, 50, … Gründe, warum du die beste Mutter der Welt bist

  • … Gründe, warum ich mir keine andere Mutter wünschen würde als dich

  • … Gründe, warum du als Mutter genau richtig für mich bist

  • … Dinge, die ich an dir (besonders) mag

  • Ich mag deine Art …

  • Ich habe es immer bewundert wie du …

Überlegen Sie:

Was habe ich von meiner Mutter übernommen?

Wo orientiere ich mich an ihr?

Was habe ich von meiner Mutter gelernt?

Welche Werte hat sie mir mitgegeben, die mir auch heute noch wichtig sind?

Was würde ich selbst gerne so machen, können oder schaffen wie meine Mutter?

Wo konnte ich die Liebe, die mir meine Mutter gegeben hat, mit anderen Menschen (Wesen) teilen?

Was von dem, das mir meine Mutter gelehrt hat, möchte ich auch an meine eigenen Kinder weitergeben?

Worin bin ich meiner Mutter ähnlich?

3) Dankbarkeit zeigen

Der Mutter „Danke“ sagen für alles, das sie einem gegeben und für alles, das sie geleistet hat – das ist der eigentliche Zweck des Muttertags.

Nicht jeder hat zur eigenen Mutter ein gutes oder entspanntes Verhältnis. Manchmal sind gerade die Mutter-Kind-Beziehungen schwierig und konfliktbelastet. Vielleicht geht es auch Ihnen ähnlich und das Dankbarsein fällt Ihnen hin und wieder schwer … Dennoch: Es kann sich lohnen, auch und sogar gerade in schwierigen Beziehungen.

Dankbar sein können Sie vielleicht:

  • für alle großen Dinge, die die Mutter geleistet hat, aber auch für alle „Kleinigkeiten“ und Alltägliches

  • für gute Zeiten

  • für schwere Zeiten und Krisen, die Sie gemeinsam durchgestanden haben

Dankbar sein können Sie auch für Streit, Probleme und Konflikte – trotzdem und gerade deshalb! Vielleicht konnten Sie aus Konflikten ja besondere Stärke entwickeln. Vielleicht haben Sie sich durch Probleme und Herausforderungen positiv verändert. Aus manchen Konflikten mag auch Gutes für Ihr Leben entstanden sein. Vielleicht haben Sie Wichtiges gelernt.

Vielleicht möchten Sie die Chance zur Vergebung und zur Versöhnung nutzen. Vielleicht Vergangenes hinter sich lassen und einen Neuanfang machen?

Wer zu seiner Mutter eine sehr problematische Beziehung hat, kann auch einen Brief schreiben, ohne ihn überhaupt abzuschicken. Es kann Ihnen schon viel helfen, wenn Sie negative Gefühle ausdrücken und auf diese Weise vielleicht auch loslassen. Möglicherweise gelingt es Ihnen, mit einem schwierigen Kapitel in Ihrem Leben abzuschließen.

Dankbarkeit tut uns gut

Es tut vor allem uns selbst sehr gut, wenn wir anderen Menschen gegenüber Dankbarkeit ausdrücken. Auf welch vielfältige Weise Dankbarkeit unser Leben bereichern kann und warum Dankbarkeit inzwischen eine Lieblingsstrategie der Psychologen ist, das erklärt dieser Artikel: Das Dankbarkeitstagebuch oder: Warum uns Dankbarkeit so gut tut.

Kommunikation: „Giraffensprache“ sprechen

Die Kommunikation mit der Mutter ist oft schwierig und anstrengend? – Giraffensprache kann helfen, Gespräche und Beziehungen einfacher, freundlicher und positiver zu gestalten. Einen „Mini-Sprachkurs“ in Giraffensprache gibt dieser Artikel: Wer gute Beziehungen möchte, sollte „Giraffensprache“ sprechen – Gewaltfreie Kommunikation.