Gedichte im Januar

Oh, Kinder, es ist Winter!
Oh, Kinder, es ist kalt!
Oh, Kinder, es ist Winter!
Ich hoffe, der Frühling kommt bald!

Eine magische Formel, um den Frühling zu beschwören? Wer weiß, probieren Sie es einfach mal aus: Vielleicht kommt der Frühling ja dann schneller!

Und wenn nicht – hören wir doch auf den guten Rat, den uns Jean-Paul Sartre mit auf den Weg gibt: „Im Januar ein Gedicht zu lesen, das ist ebenso schön, wie im Juni einen Spaziergang zu machen.“ 

Es stimmt tatsächlich: Gedichte machen glücklich! Die Psychotherapeutin und Autorin Linda Graham beschreibt auf ihrer Website, dass Gedichte auch ein wirkungsvolles Mittel gegen Stress sind.

Warum das funktioniert: Die Bilder, die Worte und die Rhythmik eines Gedichts aktivieren unsere rechte Gehirnhälfte. Diese wiederum ist über unzählige Nervenbahnen direkt mit dem Alarmzentrum und dem Gefühlszentrum unseres Gehirns verbunden.

Deshalb: „Sich an einen Partner oder ein Haustier zu kuscheln, eine heiße Tasse Tee zu trinken und dabei Gedichte zu lesen, dass kann unsere Nerven innerhalb von zehn Minuten beruhigen und besänftigen.“

Sie machen klüger, sie machen mutiger, sie machen selbstbewusster: Warum das Lesen – und das Schreiben! – von Gedichten gerade für Kinder so viel bewirken kann, lesen Sie hier:

Gedichte tun Kindern gut: Warum jedes Kind Gedichte lesen (und schreiben!) sollte

Es ist auch gar nicht schwierig, selbst ein Gedicht zu verfassen – wie wäre es mit einem Elfchen, einem Haiku oder einem Rondell? Klingt viel komplizierter als es tatsächlich ist. Überzeugen Sie sich selbst:

Originell und persönlich: Kinder schreiben Gedichte zum Muttertag (die Tipps und Ideen aus diesem Beitrag sind selbstverständlich auch für alle anderen Anlässe und Gelegenheiten geeignet!)

Ich persönlich mag vor allem Kindergedichte sehr. Sie können verspielt, klug und humorvoll sein, aber auch erstaunlich ernsthaft und tiefgründig.

Mit seiner Kindergedichte-Sammlung „Großer Ozean – Gedichte für alle“ beweist Herausgeber Hans-Joachim Gelberg, dass Kindergedichte eben nicht nur Kindern Freude machen! (Übrigens auch ein toller Geschenktipp!)

Schauen Sie doch mal rein:

Buch-Rezension: „Großer Ozean – Gedichte für alle“

Gedichte, die kleinen und großen Menschen gefallen, finden Sie auch in unserem Onlineshop bei DaWanda:

Haben Sie schon mal ganz fein im Restaurant der Sterne gespeist? Auf dem Weg dorthin können Sie gleich beim Mann im Mond vorbeischauen. Vielleicht haben Sie Glück und sehen sogar die Mondelefanten tanzen! Oder wollten Sie schon immer mal wissen, wie in der Traumfabrik eigentlich die Träume gemacht werden?

Und wenn Sie im Januar lieber Wintergedichte lesen möchten:

Kennen Sie „Der Winter“ von Mascha Kaléko? Ebenfalls von Mascha Kaléko und ebenso schön: „Was die Rose im Winter tut“. Vielleicht kennen und mögen Sie auch „Die drei Spatzen“ von Christian Morgenstern.  Ein Wintergedicht über den Reif hat uns August Heinrich Hoffmann von Fallersleben geschrieben. Typisch Ringelnatz, kurz und im wahrsten Sinne des Wortes knackig ist dieses kleine Wintergedicht: „Fängt es im Winter zu schneien an“.

(Text: © M. Steininger – Die Persönliche Note 2017)